Tausendgüldenkraut

 

Pflanzenmonographie


Tausendgüldenkraut

Centaurium minus

Enziangewächs, Gentianaceae

das Kraut – Centaurii herba

Thema:

Realität und Idealvorstellungen miteinander verbinden – zu den eigenen Bedürfnissen stehen

Das Tausendgüldenkraut ist eine geschützte Heilpflanze. Das Sammeln ist verboten!

Aus der Pfahlwurzel bildet sich ein vierkantiger Stängel, der 10 bis 50 cm hoch wird. Die Blattrosette ist grundständig, die Stängelblätter sind kreuzgegenständig angeordnet, länglich eiförmig oder lanzettlich und mit Längsadern versehen. Im oberen Teil der Pflanze sitzen zahlreiche Blüten in gabelförmiger Anordnung, doldenrispig zusammengesetzt. Die weißliche Kronröhre endet in fünf roten Blütenzipfeln. Diese öffnen sich bei Sonnenschein sternförmig. Die Pflanze wächst auf Waldlichtungen und feuchten Wiesen. Für die Heilpflanzenkunde wird sie aus Marokko, Jugoslawien und Bulgarien eingeführt.

Tausendgüldenkraut ist ein reines Bittermittel – Amara tonica und wird meist in Tinkturen oder als Beigabe in Rezepturen verwendet.

Reine Bitterstoffdrogen führen zu einer vermehrten Speichel- und Magensaftsekretion.

Inhaltsstoffe:

Hauptbestandteil Bitterstoffglykoside, Flavonoide, Harze.

Erntezeit: Sammeln verboten – geerntet wird das Kraut während der Blüte

Blütezeit: Juli – September

Anwendungsgebiete:

  • Verdauungsfördernd, Appetit steigernd
  • Wirksam auf den Kreislauf
  • Nervöse Erschöpfung
  • Chronische Entzündung im Mund- und Rachenraum
  • Antiphlogistisch, analgetische, antipyretische Eigenschaften
  • Äußerlich zur Wundbehandlung
  • Begleittherapie bei psychosomatischen Erkrankungen (Gespaltensein)
  • Magersucht, Bulimie – alle Essstörungen
  • Leberleiden und Fettsucht
  • Zur Blutreinigung
  • In Rezepturen bei Migräne
  • In alten Rezepturen als Fiebermittel

Anwendung als:

Tee (Kaltauszug!), Tinktur, Fertigarzeimittel, Waschung, Lebenselixiere, Wein

  • Tausendgüldenkraut-Wein mit Pfefferminze und Zitrone
  • Tee als Kaltauszug vor dem Essen
  • Urtinktur
  • Spagyrische Mittel
  • Fertigarzneien

Gut zu kombinieren:

  • Zur Stärkung der Ich-Kräfte
  • In Pflanzenmischungen z. B. mit Pfefferminze, Johanniskraut, Korianderfrüchte, Kümmel, Melisse, Enzian zur Stärkung des Verdauungstraktes/bei Leberleiden
  • In Lebenselixieren
  • Zur Stärkung des Kreislaufes mit anregenden Pflanzen

Phytopharmaka mit Tausendgüldenkraut

  • Fertigarzneimittel (Kombinationspräparate)
  • Pulver
  • Solunat Nr. 2 – Stärkung der Lebenskräfte, Aktivierung der Magen-Darm-Funktion
  • Solunat Nr. 19 – Regulation des akut gestörten Magen-Darm-Systems
  • Ceres-Urtinktur (Alcea)
  • Bachblüte !

Verfasserin: Aluna Petra Schlier, Heilpraktikerin, 24972 Quern

 

Ein leckerer Dip !

Die Mango macht`s. Hier ein paar Informationen zu dieser leckeren Frucht. Mangos sind ausgesprochen vitaminreich, enthalten Provitamin A, sowie C und Selen. Sie können vorbeugend gegen Infektionen und Erkältungskrankheiten eingesetzt werden (also regelmässig in den Speiseplan aufnehmen !) Mangos haben einen hohen Eisengehalt und passen gut in eine  Ernährung bei Neigung zu Anämien. Sie helfen Magen und Darm zu beruhigen und können Gerichten beigefügt werden oder als Dip, Fruchtsoße und Zusatz in fruchtig, frischen Soßen gegessen werden. Schmecken sehr lecker alleine, mit anderen zusammen oder getrocknet (ohne Zucker !). Ich spreche hier von Bio-Mangos. Und nun der Dip:

Paprika-Mango-Dip (passt sehr gut zu Reibekuchen, Reisgerichten, Huhn, Fisch und zu Gegrilltem und in Gemüsepfannen)

  • Paprika, Mango, Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch in eine Auflaufform schichten, mit etwas Olivenöl beträufeln, ca. 30 Minuten dünsten
  • in einen Mixer füllen
  • würzen mit einem milden Curry, Pfeffer, Salz, Feigensenf oder anderer Senf, etwas Sauerrahm 10 % oder Kokosmilch
  • mixen, fertig, lecker !

Viel Spaß beim Ausprobieren !

Sauer macht nicht lustig !

Durch ungesunde oder auch einseitige Ernährung, mangelnde Bewegung sowie Umwelt- und Sozialfaktoren, die uns in Stress versetzen, werden wir “sauer” (im wahrsten Sinne des Wortes). Die Naturheilkunde weiß, daß ein Säureüberschuss im Körper die Grundlage für viele schwere Erkrankungen bildet. Der Körper kann nur eine begrenzte Menge an Säuren über Magen, Darm, Leber, Niere und Haut ausscheiden. Um einer Erkrankung den Nährboden des saueren Milieus und somit auch einer gestörten Darmflora zu entziehen, wird zu Beginn einer naturheilkundlichen Behandlung oft eine Entgiftung vorausgeschickt. Entgiftung und Ausleitung sollte sich nach der Konstitution eines Menschen und seinem aktuellen Gesundheitszustand richten !

Eine Übersäuerung macht sich beim “normal gestörten” Menschen häufig durch Sodbrennen, Müdigkeit, Zerschlagenheitsgefühl, Glieder- und Kopfschmerzen sowie depressive Verstimmung, schlechter Schlaf und leicht reizbares Verhalten bemerkbar (wir sind halt sauer). Gerade an den Übergängen zwischen den Jahreszeiten (Winter/Frühling und Sommer/Herbst) ist es sinnvoll, die Ernährung umzustellen und eine Entgiftungskur in Betracht zu ziehen. Im Übergang zum Frühling verwenden wir  blutreinigende Kräuter, im Herbst eher die Wurzeln. Die passenden Kräuter und Wurzeln läßt man sich am besten von pflanzenheilkundigen Heilpraktikern/Therapeuten verordnen. Spagyrische Heilmittel sind hervorragend geeignet, um eine Entgiftung zu unterstützen, hier empfehle ich die Phoenix-Entgiftungskur oder die Heilmittel der Firma Soluna. Unterstützende Stoffwechselmassagen mit ätherischen Ölen z. B. Zypresse, Grapefruit, Zitrone, um nur einige zu nennen sowie viel Bewegung begleiten eine Entgiftung sehr wirkungsvoll. Die Ernährung während einer solchen Entgiftungsphase sollte mehr in die basische Richtung gehen – also auf Fleisch, Genussmittel, Zucker, Weißmehl, Fernsehen verzichten und nach draussen gehen. Da jetzt die Gartensaison anfängt, kann man hier Aggressionen beim Umgraben desselben gut loswerden.

Rezepte für die Kräuter und Gewürze des Frühlings gibt’s in Kürze !

Ein kleines Rezept für die Süßen unter uns ….

Für süße Speisen, zum Backen, für den Tee, oder, oder ….. Grundlage für die Zuckerrezepte ist Rohrzucker, der von Natur aus einen leicht karamellartigen Geschmack hat.

1001 Nacht

  • 100 gr Rohrzucker
  • eine Viertel Tonkabohne hineinreiben
  • etwas pures Vanillepulver (aus dem Naturkostladen)
  • ein Häuchelchen Kardamom
  • 1 Prise gemahlene Rosenblüten
  • 

Nervenruh

  • 100 gr Rohrzucker
  • 1 Prise gemahlene Lavendelblüten
  • 1/2 Tropfen gutes ätherisches Melissenöl
  • etwas Vanillepulver

alle Zutaten gut miteinander “verschütteln”. Der Phantasie und den Geschmacksnerven sind hier kaum Grenzen gesetzt. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Wie essen wir uns glücklich ?

Nahrungsmittel die glücklich machen, gibt es und zwar in gesunder Form. Dazu gehören u. a. und nicht nur Avocado, Ananas, Papaya, Feigen, Tomaten, Mango, Bananen, Pilze und Schokolade (die mit 85 % Kakao). Diese Nahrungsmittel haben einen hohen Serotoningehalt, der dafür sorgt, daß wir uns wohl fühlen. Und, was passiert, wenn wir glücklich machende Nahrung zu uns nehmen ? Wir fühlen uns wohl und schon marschieren alle diese wunderbaren Botenstoffe wie z. B. Endorphine in unserem Körper los und sorgen für Energie, Freude und Wohlbefinden. Und die Folge davon ist, wir haben Lust uns zu bewegen, essen weniger und brauchen keine Schutzschicht um unsere Seele legen in Form von Kilos und die Pfunde purzeln. Und das Gefühl, alles was ich esse, macht schlank, läßt uns schon wieder ein Kilo abnehmen. Ist das nicht toll ?

Ein paar Rezepte gefällig ?

Avocado-Dip

eine reife Avocado mit vielen Kräutern, Zwiebeln, Balsamic, etwas Kreuzkümmel und/oder Chili, dazu Pfeffer und Salz, Knoblauch (wer nichts mehr vorhat), etwas Sauerrahm (10 %) zu einem Mus verrühren. Schmeckt gut zu Fisch, Geflügel, Kartoffeln oder mit Gurken. Damit der Avocado-Dip nicht braun wird – den Kern in die Mitte stecken.

Wer Avocado nicht mag, kann die Gewürze weglassen und eine Creme mit etwas Olivenöl und 1 Tropfen ätherischem Rosenöl herstellen und hat somit eine wunderbare, nährende Gesichtsmaske.

Avocado ist reich an ungesättigten Fettsäuren und hat einen hohen Eiweißgehalt.

Die Ananas ist eigentlich Medizin und schmeckt dazu noch sehr gut (sollte man im Winter nur essen, wenn man was Hitziges gegessen hat oder selbst gut warm ist – wer es trotzdem nicht lassen kann, sollte sie mit wärmenden Gewürzen wie Zimt, Tonka oder Vanille beglücken). Sie ist reich an Vitaminen, Spurenlementen, Enzymen. Die Enzyme der Ananas zersetzen Milcheiweiß, deshalb keine frische Ananas in den Joghurt geben, der wird dann wässrig und schmeckt bitter. Ananas als Frucht und als Saft geben der Bauchspeicheldrüse Frischekicks. Flugananas ist Ananas aus kbA und kommt aus fairem Handel. Sie wird reif geerntet und kommt ohne Umwege in den Biohandel. Etwas teurer aber unvergleichlich im Aroma.

Viel Spaß beim glücklich Essen !

Petra Schlier

 

Essen hält Leib und Seele zusammen – oder doch nicht ?!

Zum Thema Essen und gesunde Ernährung gibt es eine Vielzahl von Publikationen und Meinungen, daß eine gemäßigte bis komplette Verwirrung bei den meisten (essenden) Menschen herrscht, was denn nun richtig wäre. Als Heilpraktikerin weiß ich, daß eine gute Ernährung, gepaart mit ausreichender Bewegung und einer angemessenen Trinkmenge eine Vielzahl von Symptomen lindern kann (in manchen Fällen bis zu 50 % – angefangen von Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, etc.). Da jeder Mensch individuell in seinen Bedürfnissen ist, muß man hier heraus finden, was gerade für denjenigen Menschen passend ist. Ich selber bin eine genußfreudige Frau und esse gerne – aber bitte gut und schmackhaft. Und ich will vor allen Dingen regelmässig gut gefüttert werden, weil ich ansonsten nörgelig werde.

Viele Ernährungsrichtlinien, Diäten und Ernährung nach ….. sind entstanden, weil der Mensch, der diese Richtlinienen und Ernährungsweisen zusammengestellt hat, krank war und mit der für ihn passenden Ernährung seine Gesundheit wiedergewonnen hat. Das heißt aber nicht, daß diese Ernährung nach ….. nun für alle Menschen auf diesem Erdball die allein richtige ist. Nicht alle vertragen Rohkost – diese kann für Leute mit der entsprechenden Konstitution sogar krankmachend sein.

Ich tendiere zu einer Küche und Ernährungsweise, die

  • die Konstitution berücksichtigt
  • natürlich den aktuellen Gesundheitszustand
  • das Lebensalter
  • die Lebensumstände (z. B. Familie, Single, mehr sitzend oder körperlich arbeitend, etc.)
  • die aktuellen Vorlieben mit einbezieht
  • die Jahreszeiten in der Ernährung sollten mit einbezogen werden
  • Gemüse, Obst und Gewürze der Saison entlasten den Körper ungemein
  • wichtig ist, daß ausreichend gegessen wird (.. sonst hat der Stoffwechsel nichts zu tun)

Wer im Winter Joghurt ist, dem wird schneller kalt als jemanden, der schöne, kräftigende Suppen mit wärmenden Gewürzen zu sich nimmt. Eine Frau in ihrer Wendezeit braucht eine andere Ernährung, als eine junge Frau. Dies sind nur einige Beispiele. Mit den passenden Nahrungsmitteln kann man sich gesund, schön und glücklich essen ! Und dann noch die passende Bewegung finden – wunderbar. Wichtig ist, daß wir Essen und Bewegung als etwas Wohltuendes und Bereicherndes empfinden und nicht als ein Muß. Jeder Mensch weiß, daß regelmässiges Fast food nicht gesund ist, Fertigprodukte viel zu viele Stoffe enthalten, die der Mensch nicht braucht. Selbst kochen dauert oft nicht länger, als Fertigprodukte zu verwenden und gut für sich zu sorgen, indem man das Essen für das Büro am Abend zuvor zubereitet, ist oft nur eine Frage der Organisation.

Meine Empfehlungen für eine gesunde Ernährung, die sich als alltagstauglich erwiesen hat:

  • die oben genannten Punkte so weit es geht berücksichtigen
  • regelmäßige Bewegung
  • ausreichend Trinken
  • mäßig Alkohol (wenn, den guten Rot- oder Weisswein zum Essen mit Wasser verdünnen)
  • einige Male pro Monat rotes Fleisch und Wurstwaren (möglich Bio-Qualität)
  • auf Schweinefleisch verzichten
  • mäßig Eier, Geflügel, Fisch über die Woche verteilt
  • täglich frische pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Früchte, Brot, Nudeln und andere Getreideprodukte
  • darauf achten, daß Gemüse und Früchte der Saison und aus der Region verwendet werden
  • Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Samen mit einbeziehen
  • Olivenöl als Hauptfettquelle (kaltgepreßt) alternativ Sonnenblumenöl, Rapsöl
  • statt Margarine Butter verwenden
  •  Milchprodukte mäßig (bei Neigung zur Verschleimung besser darauf verzichten)
  • wenn Joghurt natur Fettgehalt 3,8 %
  • viele gute Gewürze und Kräuter verwenden
  • auf Fertigprodukte so weit es geht verzichten
  • Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker bitte streichen
  • die Süßigkeiten einschränken und stattdessen Trockenfrüchte verwenden (gemäßigt)

Ist doch gar nicht so schwer, oder ?

Ich wünsche viel Spaß beim Essen und Genießen.

Petra Schlier

Das Medizinrad

In diesem Blog möchte ich meine Medizinrad-Arbeit vorstellen, die sich in den letzten Jahren als meine Form der Begleitung von Menschen entwickelt hat. Basierend auf unserer abendländischen Tradition und erfüllt von dem Wunsch, spirituelle Arbeit für Körper, Seele, Geist mit moderner Heilkunde zu verbinden, ist hier ein Konzept entstanden, das für mich ein großes Geschenk des großen Geistes und der universellen Weisheit ist. Die tiefe Dankbarkeit, die ich für diese Wachstums- und Heilarbeit empfinde, kann ich nicht in Worten ausdrücken. Ich habe viel in diesem Kreis für mich gearbeitet, gelernt, gebetet und empfangen und empfinde es als große Freude und Gnade, dies mit Menschen zu teilen, die dafür offen sind. Ich habe mich jahrelang mit der Thematik Schamanismus in Kursen, Seminaren und eigenem Erleben auseinandergesetzt und arbeite mit dem Medizinrad auf meine Art. Meine Werkzeuge sind eine fundierte Ausbildung als Heilpraktikerin und Dozentin für naturheilkundliche Themen, genauso wie die Aromatherapie, das energetische Arbeiten, die Kräuterheilkunde, Heilgesänge, Meditationen und Klang, Rhythmus und Tanz. Das alles hat sich im Laufe der Jahre zu einem Netz verwoben, aus dem mein eigenes entstanden ist.

Ich habe das Medizinrad nicht neu erfunden, sondern es basiert auf den Elementen, dem Wissen unserer Ahnenreihe, aber auch dem Studium alter und neuer Texte der Hildegard von Bingen, Paracelsus, etc. pp. und dem Ausprobieren und der Ausbildung in naturreligiös orientierten Gruppen.

Das Medizinrad ist ein lebendiges Netz, ein Kreis, der so vielfältig und reich ist, daß jeder Mensch es auf seine Art empfindet. Es gibt kein richtig und falsch, sondern ein “es ist”. Ich diene als Führerin und werde geführt von den Menschen, die meine Begleitung in Anspruch nehmen, von meinen geistigen Führern und Führerinnen und von dem Wissen, was sich im Rad zeigt. Es gibt viele verschiedene Arten des Medizinrades, alle sind richtig. Grundlegend ist die Ausrichtung an den Elementen, den Himmelsrichtungen, den Themen, die den einzelnen Stationen des Rades zugeordnet sind, Krafttiere und Helfer und von Kultur zu Kultur gibt es Unterschiede, was auch richtig ist. Deshalb finde ich es persönlich wichtig, in meiner eigenen Kultur zu bleiben und meine Wurzeln, die in diesem Leben im Abendland liegen, zu erforschen und Ihnen Kraft zum Wachsen zu geben.

Spiritualität, Begleitung von Menschen und das Wirken mit spirituellen Kräften bedeutet  für mich viel Achtsamtkeit und Respekt für den Menschen, der um Unterstützung bittet. Bedeutet aber auch  erwachsen werden und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen (was ich als sehr entlastend empfinde). Wahrheit ist nicht immer leicht zu ertragen aber in einer spirituellen Anbindung können wir gehalten werden, um unsere persönliche Geschichte zu erlösen und unserem Lebensweg, so schmerzhaft er auch sein mag, einen Sinn geben. Gefühle von tiefem Frieden und Glück und Einssein mit dem Leben werden wir erleben, aber genauso die Wut, die Frustration, die Unzufriedenheit und das Leid. Alles dies sind wichtige Informationen für unseren Lebenspfad. Wir entscheiden jeden Tag, welchem Pfad wir folgen wollen.

Ich habe in meinem Medizinrad gelernt, die Menschen dort zu begleiten, wo sich die Störung zeigt, d. h. für mich, das Einbeziehen notwendiger schulmedizinischer und therapeutischer Maßnahmen. Wenn ich mein Bein kompliziert breche, möchte ich gerne einen Chirurgen, der gerne puzzelt, gut nähen kann und seine Arbeit liebt. Warum ich ein Bein gebrochen haben und vor allen Dingen welches, und was ich brauche, um wieder heil im Sinne von ganz zu werden, kann ich meine Spirits im Medizinrad fragen. Da kommen oft ganz spannende Details zum Vorschein.  Die Erkenntnis beschleunigt den Heilungsprozess und die Gabe naturheilkundlicher Mittel hilft dem Knochen, sich schneller und besser zu regenerieren.  

Bei psychischen Erkrankungen ist Vorsicht geboten. Hier ist es notwendig, die Psyche zu stabilisieren und genau zu differenzieren, um welche Form von Störung/Erkrankung es sich handelt. Entgrenzende Meditationen oder spirituelle Energien durch eine instabile Persönlichkeit zu “jagen” ist m. E. grob fahrlässig. Bei aktiv süchtigen Menschen ist es nicht ratsam, die “irdische” Sucht durch eine “spirituelle/esoterische” zu ersetzen.

Eines fordert das Medizinrad von Dir: die Verantwortung zu übernehmen, wahrhaftig zu sein und auch unliebsamen Gefühlen und Verhaltensweisen ins Gesicht zu schauen. Aber Du wirst immer gehalten  sein. Wenn wir offen sind, werden wir Hinweise für unseren Weg erhalten, die uns vielleicht nicht immer gefallen aber doch sehr spektakulär sind. Oft sind diese Hinweise oder Lebenssituationen nicht das, was wir uns wünschen – aber immer das, was wir brauchen, um heil zu werden und unseren Platz im Leben zu finden. Und noch etwas, meine Erfahrung mit spirituellem Arbeiten – sie bringt uns immer ! ins Leben zurück (oder ermöglicht einen friedvollen Übergang)  und fordert uns auf, einfach zu sein im Sinne von einfach. (Bei manchen Gruppierungen oder esoterischen Richtungen ist mir zuviel spirituelles Personal unterwegs und das verwirrt mich. Ich kann die nämlich irgendwann nicht mehr auseinanderhalten. Armer Mensch, der ich bin).

So wünsche ich mir Menschen, die ich auf Ihrem Pfad begleiten darf, Menschen, die mich lehren und Menschen, mit denen ich auf diesem Weg auch über die Ko(s)mödie des Lebens lachen darf ! Denn eins ist klar: die Spirits mögen Humor, gute Musik und gute Düfte und jede Menge von den wirklich tollen Dingen im Leben wie Freundschaft, Liebe, Genuß, Natur, und was Dir sonst noch an guten Sachen einfällt ! Und dieses Leben ist einzigartig, darum finde jeden Tag etwas, wofür Du dankbar bist, über das Du lachen kannst, was Du genießen kannst und vor allen Dingen, sei liebevoll mit Dir.

Die Rose – Königin der Blumen

Wer an einem schönen Sommertag in einem Rosengarten lustwandelt, erlebt es sinnesnah, den Rausch des Duftes einer erblühten Rose. Wer seine Sinne für sie öffnen kann, erlebt wie sie uns mit ihrem verschwenderischen Aroma einhüllt, uns lockt, unser Herz und unsere Seele zu weiten und zu öffnen, um Heilung zu erfahren.

Hier werden wir an das Paradies erinnert, an ein offenes Herz für die Liebe zum Sein und zu allem Lebendigen, zur heilsamen Energie in uns und um uns. Ihre wonnenhafte Duftkraft inspiriert uns zur Poesie, zum Fühlen des Reichtums der Natur, diesen Reichtum, den sie in so reichem Maße verschwenderisch preisgibt.

Das Wesen der Rosengewächse ist Fruchtbarkeit, verschwenderische Blühkraft, herrlich duftende Blüten und wohlschmeckende, nahrhafte Früchte. Zur Rosenfamilie gehören neben der Rose auch unsere Obstbäume, Beerengewächse aber auch viele Kräuter, wie z. B. der Frauenmantel und das Mädesüß.

Schon seit altersher hat die Rose und ebenso die Gewächse der Pflanzenfamilie ihren festen Platz in der Heilkunde. Im alten Ägypten galt sie als Universalheilmittel. In der Antike wurde sie als kühlendes Heilmittel verwendet und galt, wie auch heute als ein großes Hautmittel.

Dioskurides empfahl die Rose u. a. bei Gebärmutterschmerzen und als Augenheilmittel. Bei der heiligen Hildegard von Bingen fand ich folgendes Rezept:

"Nimm in der Morgenfrühe oder wenn der Tag gerade angebrochen ist ein Rosenblatt und lege es auf deine Augen, und das zieht ihnen die Wässrigkeit, das heißt das Triefen aus und macht sie klarsichtig". (Anmerkung von mir: Bezug der Rose zum Herzen: man sieht nur mit dem Herzen gut).

Mit dem Einzug des Christentums wurde die Rose zum Symbol für die heilige Maria und im Islam hat die Rose eine große religiöse Bedeutung. Die Rose ist in vielen Kulturen ein Symbol für die Liebe, aber auch für die Weisen und die Weisheit. Viele Geschichten ranken sich um diese wunderbare Pflanze.

Vom Wesen her ist die Rose stark und kraftvoll in ihrer Sensibilität. Sie weiß sich gut zu schützen. Sie ist dem Außen sehr zugetan und erfreut uns mit einer Vielzahl von Blüten und einem verschwenderischen Duft. Sie möchte behutsam berührt werden und sich in ihrer Schönheit gewürdigt wissen. Sie gibt gerne von ihrer Herzensfülle und ist von daher sehr gut geeignet, verschlossene, bittere und gebrochene Herzen zu berühren und zu heilen. Mit ihrer Art fördert sie die Wahrnehmung und die Aufmerksamkeit für die innere und äußere Schönheit. Sie hilft dabei, uns für die Sinnlichkeit des Lebens auf eine gesunde und spielerische Art zu öffnen. Auf der spirituellen Ebene verbindet sie Kopf und Herz miteinander. In vielen Kulturen stehen vor allem die roten und weißen Rosen für Weisheit, selbstlose Liebe und spirituelles Wachstum. Die Rose eröffnet dem aufmerksamen Beobachter die Vielfalt ihres Wesens und den Reichtum ihres Seins auf verschiedenen Ebenen. Eine Begegnung mit dieser Pflanze kann einen wahrhaftigen Heilungsprozeß auslösen, der uns eine Ahnung von himmlischer Liebe gibt, auf eine leichte Art, die es ermöglicht, der Schwere des alltäglichen Seines mit einem offenen und freudigen Herzen zu begegnen. Dem Weisen kräuselt ein leichtes, humorvolles Lächeln die Lippen, wenn er dem Drama des Lebens hocherhobenen Hauptes entgegentritt (…schöne Vorstellung, oder!?).

Als Heilmittel ist die Rose traditionell dem Element Wasser zugeordnet. Die zugehörigen Organe im Element Wasser sind u. a. die Haut, die Lymphe aber auch die Leber als Organ der regenerierenden Lebenskraft. Das Wasser ist kühl, feucht, beweglich und alles durchdringend. Hier finden wir das Fühlen, das Schmecken, die Imagination und die Phantasie und ebenso die elementaren, existenziellen Ängste.

Das wertvolle, ätherische Öl der Rose, das die Heilkraft dieser einzigartigen Pflanze ausmacht, gibt sie nur sparsam preis. Es sind ungefähr eine Tonne Rosenblüten notwendig, um 300 g ätherisches Öl zu gewinnen. Als Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation wird das Rosenblütenhydrolat gewonnen. Die besten Rosenöle kommen aus Bulgarien, Türkei und Marokko. Diese ätherischen Rosenöle unterscheiden sich in ihrem Duft, wenig in ihren Inhaltsstoffen. Ein verantwortungsbewußter, seriöser Händler gibt genaue Auskunft über die Gewinnung und die Inhaltsstoffe, da dies sehr wichtig für die therapeutische Anwendung ist.

Rosenblüten werden in Teemischungen verwendet, um diese mit passenden Pflanzen zu ergänzen oder auch zu harmonisieren und abzurunden.

Das ätherische Rosenöl ist leber- und galleregenerierend, herz- und kreislaufstärkend und ein wirksames Therapeutikum bei Hautkrankheiten (1 Tr ätherisches Öl auf 100 ml Pflanzenöl oder einem anderen Emulgator). Ätherische Öle bitte immer in einem Emulgator verwenden. Von der innerlichen Einnahme ist abzuraten, da es die Schleimhäute schädigen kann.

Es gibt kaum etwas Schöneres für Babies als ein Hautpflegeöl mit Rose. Gerade in den ersten 3 Monaten, in denen sie langsam auf die Erde kommen, brauchen die kleinen Menschen einen besonderen Schutz. Ein kleines Rezept: auf 100 ml kaltgepreßtes Mandelöl 1 Tr. (nicht mehr !) türkische Rose geben und zur Babymassage und –pflege verwenden.

Bei Trauer und Herzangst unterstützt eine Herzsalbe mit bulgarischem ätherischen Rosenöl und ätherischem Neroliöl den Heilungsprozeß. Bei Erkrankungen des Herzens ist es hauptsächlich ein Heilmittel bei Streß-Hochdruckpatienten und nervösen Rhythmusstörungen.

Die Rose ist generell angstlösend, nervenstärkend und hilft, Streß abzubauen. In der Psycho-Aromatherapie kann man es gut mit einsetzen, bei Patienten, die aufgrund von von unterdrückten Trauerprozessen, in aktiven Trauerprozessen und existenziellen Krisen eine zusätzliche Unterstützung benötigen. In Kombination mit anderen alternativen Methoden zur psychischen Stabilisierung und Gesundung unterstützt es, u. a. auch aufgrund der Inhaltsstoffe, Angst- und Streßenergien ins Fließen zu bringen und beruhigende Botenstoffe freizusetzen.

Kühlende Umschläge mit Rosenwasser bewähren sich bei allen hitzigen Erkrankungen wie z. B. Fieber, entzündliche Hauterkrankungen und wirken lindernd und beruhigend bei Nervenschmerzen.

Für die Schönheitspflege ist die Rose fast unentbehrlich. Rosenhydrolat ersetzt das Gesichtswasser und ist ein wunderbares Tonikum. Eine Pflege mit Rosenprodukten stärkt das Bindegewebe, beugt der vorzeitigen Faltenbildung vor und, als Heilmittel des Elements Wasser, dient sie zur Regeneration der Haut.

Nicht alle Menschen mögen die Rose, dies gilt es bei der Wahl der Heil- und Schönheitsmittel zu berücksichtigen. Die Konstitution und die Individualität ist ausschlaggebend für die Wahl der Heilmittel sowie das Wesen der Störung. Und, natürlich ganz wichtig: das eigene Duftempfinden.

Die Rose ist ein sehr schönes Frauenheilmittel. In Rezepturen bei Scheidenpilzinfektionen, klimakterischen Beschwerden und zum Ausgleich des Hormonsystems sollte man an sie denken. Als Pflanze der Venus ist sie (hauptsächlich für Frauen) ein Aphrodisiakum. Margret Madejsky von natura naturans hat in ihrem Pflanzenbuch Alchemilla ein Rezept für Rosenzäpfchen vorgestellt, das ich natürlich sofort, in leicht veränderter Rezeptur, für mich hergestellt habe. Das sind wirklich Blumen für die Vagina ! Diese Zäpfchen nach der Rezeptur von Margret Madejsky gibt es in der Eversbusch Apotheke in München und einige meiner Patientinnen haben diese mit Begeisterung und Erfolg verwendet (auch als Ersatz für Gleitcreme bei trockenen Schleimhäuten).

Ich wünsche viel Spaß beim Rosenriechen und –erforschen und stehe weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Rosige Sommergrüße von der Rosenfee !

 

 

Der Olivenbaum (Olea europaea)

Der Olivenbaum gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (wer hätte das gedacht !?). Dieser Baum wurde schon in der Bibel erwähnt und gehört zu den "sieben Arten" des gelobten Landes (Kanaan). Zu den erwähnten sieben Arten gehören:

  • Weizen
  • Gerste
  • Wein
  • Feige
  • Granatapfel
  • Olive
  • Dattel

Alle diesen Pflanzen liefern neben schmackhaften Gerichten wertvolle Inhaltsstoffe, die auch zur Behandlung bei Erkrankungen genutzt wurden. Im Altertum galt die Olive als die nützlichste aller Früchte, denn sie war (und ist) Nahrung, Medizin und heilige Frucht.

Der Ölbaum ist ein langlebiger und anspruchsloser Baum. Abgestorbene Teile werden immer wieder durch neue ersetzt und so erhält er im Laufe der Zeit sein knorriges Aussehen. Das tiefreichende Wurzelsystem und die behaarten, ledrigen Blätter ermöglichen es ihm, selbst unter sehr trockenen Bedingungen zu gedeihen. Für die Ölgewinnung werden hauptsächlich kleine, schwarze oder braune Oliven verwendet. Kaltgepresstes Öl ist das hochwertigste Öl und enthält als wichtigste einfach ungesättigte Fettsäure die Ölsäure mit 60 bis 85 %, aber auch mehrfach ungesättigte Linol- und Linolensäure und andere Fettsäuren in kleineren Anteilen. Olivenöl ist wichtiger Bestandteil der sogenannten mediterranen Ernährung und dient als wichtiges Prophylaktikum bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Möglicherweise ist auch ein Schutzeffekt gegen Krebserkrankungen vorhanden, wie einige Studien nahelegen. Ein hoher Anteil an Vitamin E im Olivenöl macht es ideal für die Hautpflege, Scharf- und Bitterstoffe haben eine Leber-Galle-Schutzwirkung. Also eigentlich ein Allheilmittel !

Olivenöl hat außerdem eine entgiftende Wirkung und kann u.a. auch für Öl-Leberwickel genutzt werden. Als hautpflegendes Mittel ist es sehr gut geeignet bei trockener Haut, bei allergischen Reaktionen der Haut (z. B. Grasmilben) ist es in einer Mischung mit Schwarzkümmelöl und passenden ätherischen Ölen, sehr wirksam (riecht nicht so lecker, wirkt aber). Weiterhin wird es verwendet in

  • Bädern (gerade in der Kinderpflege bei Neurodermitis)
  • Körperölen
  • Seifen
  • Entgiftende Massageölmischungen
  • Einreibungen bei rheumatischen Erkrankungen, Ischialgie, Neuralgie
  • Grundlage für Mazerationen (Johanniskraut, Ringelblume, etc)

Olivenöl ist leicht verdaulich und sollte in einer gesunden Küche nicht fehlen. Es ist auch zum Braten oder Dünsten sehr gut geeignet. Es pflegt den Körper innen wie außen !

Neben den Früchten und dem Öl werden auch die Blätter verwendet. Der Olivenblattextrakt wird aus frischen Blättern extrahiert, steigert die Leistungskraft und schützt das Immunsystem. Wissenschaftliche Studien verweisen auf ein großes Heilspektrum bei Herz-/Kreislauferkrankungen, Verbesserung des Fettstoffwechsels, rheumatischen Erkrankungen, Hauterkrankungen, bei kräftezehrenden Infektionen. Die Firma SinOPlasan stellt hier gute Informationen für Fachkreise zur Verfügung. Wer sich dafür interessiert: www.sinoplasan.de.

Zum Thema Olivenöl ist einiges an guter Literatur zur Verfügung, mit der man sein Wissen vertiefen kann. Und Ausprobieren lohnt sich !

 

 

Burnout – Hilferuf der Seele

 

 

Das Burnout-Syndrom bezeichnet einen Zustand des körperlichen wie geistigen Zustands des völligen Ausgebranntseins, eine geistige Leere, ein völliges erschöpft sein, ein betäubt sein der Seele, das uns manchmal wie aus heiterem Himmel trifft und uns handlungsunfähig macht bis zur körperlichen und geistigen Lähmung.

Das Burnout-Syndrom ist abzugrenzen von Erkrankungen, die ein Burnout-Syndrom simulieren können wie z. B. Blutarmut, Hyperthyreose oder zehrenden Erkrankungen und psychischen Leiden, die ein hohes Maß an Energie verbrauchen. Es ist ebenso abzugrenzen von einem Erschöpfungszustand, der nach starken Belastungen auftritt, aber nach einer angemessenen Erholungszeit wieder heilbar ist.

Früher häufig als die sogenannte "Managerkrankheit" bezeichnet, ist es mittlerweile ein vielfach zu beobachtendes Phänomen, das jeden treffen kann. Das Burnout-Syndrom kann sich auf vielfältige Weise und auf verschiedenen Ebenen äußern. Ein wichtiges Warnzeichen ist, wenn die Erholungs- und Regenerationsfähigkeit über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten stark eingeschränkt ist und Tätigkeiten, die man früher "mit links" erledigt hat, einen auslaugen und man nach körperlichen Belastungen völlig erschöpft ist. Es ist alles zu viel.

Das soziale Leben kommt zum Erliegen, da es kaum noch gelingt, Verabredungen mit Freunden zu treffen. Man fängt an, nur noch zu funktionieren, unter Ausblendung von Gefühlen. Hinzu kommen körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Blutdruckstörungen, um nur einige wichtige Störungen zu benennen.

Auf der mentalen und seelischen Ebene finden wir Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit, Entscheidungsschwäche, verminderte Belastbarkeit, mangelnde Eigenmotivation, Unruhe, Nervosität, Depression, vermindertes Selbstwertgefühl, ein Gefühl von Sinnlosigkeit und Antriebsschwäche aber auch eine Empfindung von Hetze und Gejagt sein. In dieser Phase wird versucht, den Zustand zu kompensieren z. B. durch die Tasse Kaffee mehr, um wieder "auf Touren" zu kommen oder Kompensationsversuche durch Hyperaktivität wie z. B. exzessives Sporttreiben. Wenn dies alles nicht hilft, kein Arzt oder Heilpraktiker eine Erklärung finden konnte und man selber schon gar nicht, erfolgt häufig eine Resignation, die noch tiefer in die Isolation und Erschöpfung treibt. Wir können nur noch das "Nötigste" erledigen und erfahren eine zunehmende geistige und seelische Verarmung.

Nun, der beschriebene Fall ist der extremste, aber gar nicht so selten anzutreffen. Häufig finden wir Patienten für dieses Burnout-Syndrom in sozialen Berufen oder mit Lebensgeschichten mit extremen seelischen Belastungen, die häufig gar nicht merken, dass sie in einem Burnout stecken.

Die Gründe für ein Burnout-Syndrom sind vielfältig. Eine Rolle spielt sicherlich der perfektionistische Anspruch an die eigenen Leistungen, sei es im beruflichen, privaten oder seelischen Bereich. Anforderungen, die häufig so hoch gesteckt sind und diese Menschen so unter Druck setzen, dass sie einer permanenten inneren, wie auch äußeren Stress-Situation ausgesetzt sind, die ein hohes Maß an Energie benötigt. Wenn solche Lebenssituationen zu einem Dauerzustand werden, dann kann es zu den beschriebenen Symptomen des Ausgebranntseins kommen. Vielfach sind die Menschen, die ein Burnout-Syndrom entwickeln sehr leistungsbereit, begeisterungsfähig und perfektionistisch. Sie wollen etwas bewegen, sich bewegen und haben häufig hohe Ideale, die sie um jeden Preis erfüllen und erreichen wollen.

Aber auch der Wunsch, ein guter Mensch zu sein, anerkannt und gebraucht zu werden, kann zu einem Burnout-Syndrom führen, wenn die Realität für die eigene Belastbarkeit und das Machen können verloren geht. Ebenso sind dauerhaft belastende Lebenssituationen wie Krankheit, Armut oder einengende Arbeits- und Lebensstrukturen, in denen man auf Dauer ein Gefühl der Macht- und Hilflosigkeit entwickelt, Grund für ein Burnout-Syndrom. Die inneren Ressourcen werden aufgebraucht und "verschleudert". Man hat es versäumt, sich an die Quelle der inneren Kraft anzuschließen, erwartet von außen neue Energie (was nicht funktioniert, wie wir wissen) und der Prozess des Ausbrennens beginnt.

Was hilft denn nun beim Burnout-Syndrom? Wie immer, steht am Anfang der Lösung die Erkenntnis, dass es ein Problem gibt! Und, da ich Heilpraktikerin bin und außerdem Strukturen liebe, fange ich gerne mit der Ordnungstherapie an. Das heißt, Suchtstoffe wie Nikotin, Süßigkeiten, Fernsehen, alle Tätigkeiten, die man exzessiv betreibt reduzieren bzw. so weit wie möglich eliminieren zugunsten einer vitalstoffreichen Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse, mit ausgesuchten Gewürzen und Kräutertees und Nichtstun ! Veränderung der krankmachenden Lebensumstände, die es zuerst einmal zu erkennen gilt! (Man merkt nicht immer, dass die Arbeit / der Partner / die Familie / bitte eigene Ergänzungen einfügen, die man so heiß und innig liebt oder glaubt, tun zu müssen, eigentlich der Grund für die Misere ist, weil sie einen bis aufs Blut aussaugen).

Langsames Heranführen an eine gesunde Einstellung zum Selbst bzw. die Erkenntnis, das man ein Selbst hat, eigene Grenzen anerkennen und Gefühle zulassen.

Klingt ganz einfach, ist aber in dieser Situation fast noch anstrengender als das gesamte Burnout-Programm.

Meditation, Massagen, gute therapeutische Arbeit und Bewegung an der frischen Luft sowie einen gut strukturierten Tagesablauf sind gute "Haltepunkte", um wieder gesunde Ressourcen zu entwickeln. Menschen, die am Burnout-Syndrom leiden, brauchen für sich eine Struktur, in dem sie Arbeitszeit, Pausen, Essen, Meditation, etc. festlegen und auch einhalten! Dies ist etwas, was über Monate teilweise mühsam und schmerzhaft erarbeitet werden muss, um langsam wieder in ein Leben zu gelangen, das das eigene bunte, schöne, handgeschusterte Leben ist.

Dies wird häufig empfunden wie das Entwöhnen von einer Sucht – was es auch ist, da durch bestimmte physiologische Vorgänge durchaus eine Adrenalinsucht entstehen kann.

Sich vom falschen Selbst zu befreien, dass über die Jahre funktioniert hat, ist ein Prozess des schmerzhaften Loslassens. Und ohne liebevolle, achtsame, geduldige Unterstützung ist dies kaum zu schaffen. Jeder Schritt zurück ins eigene Selbst sollte gebührend gefeiert werden und es lohnt sich wieder in die eigene Nähe zu gelangen!

Der Heilungsprozess gliedert sich in verschiedene Phasen. Jede dieser Phasen kann mit naturheilkundlichen Therapien wirkungsvoll unterstützt werden.

In der Homöopathie finden wir viele Mittel, die uns helfen, vor allen Dingen hochpotenzierte Psychopharmaka (die gibt es tatsächlich, Psychopharmaka in homöopathischer Potenz) und die wirken wahre Wunder. Können begleitend zur schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden.

In der Pflanzenheilkunde finden wir viele Heilpflanzen, die Körper, Seele, Geist Kraft spenden wie z. B.

Avena sativa – das Haferkraut. Das Wesen des Hafers hilft uns, in unseren eigenen Rhythmus zu bringen, das Auffangen von Erschütterungen. Er hilft bei Erschöpfungszuständen und hilft, den gestörten Schlafrhythmus wieder zu normalisieren. Haferkraut gibt es als spagirische Urtinktur. In der Ernährung ist Haferbreit mit Honig, Mandeln und Gewürzen wie Zimt, Vanille und Tonka wärmend, nervenstärkend und beruhigend.

Zum besseren Schlaf und zur Gedankenberuhigung ist Valeriana officinalesBaldriantinktur empfehlenswert. Hier ist Behutsamkeit geboten, da Baldrian auch zu einem gegenteiligen Effekt führen kann, wenn er zu hoch dosiert wird.

Wirksame Heilpflanzen sind u. a. Lavendel, Melisse – ein großes Nervenmittel -, Lindenblüten, Herzgespann, Weißdorn, Johanniskraut, Arnica, Mistel, um nur einige zu nennen, die eine Therapie gut unterstützen können.

Sehr gut sind auch die sogenannten Bitterstoffdrogen, die die Vitalität stärken, den Stoffwechselfunktionen anregen und die Durchblutung verbessern. Zu den Bitterstoffdrogen gehören z. B. Enzian, Tausendgüldenkraut, Wermut oder Ingwer und Galgant.

Die Aromatherapie mit den wundervollen Duftstoffen, die aufgrund ihrer wissenschaftlich nachgewiesenen Inhaltsstoffe, wahre Wunder für unser Nervenkostüm bewirken können, ist ebenfalls eine hilfreiche Therapie beim Burnout-Syndrom.

Die naturheilkundlichen Therapien sind geradezu prädestiniert, einen Menschen mit Burnout-Syndrom zu begleiten und den Heilungsprozess zu unterstützen, da sie aufgrund ihrer Vielfalt und ihrem Reichtum für jeden Heilungsschritt passende Heilmittel zur Verfügung stellt und uns somit wieder in den Einklang mit dem Selbst bringen kann.

Ein wichtiger Hinweis: Alle hier genannten Mittel sind nicht für die Eigentherapie geeignet und ersetzen auf gar keinen Fall den sachkundigen Rat eines gut ausgebildeten Facharztes, Heilpraktikers oder Psychotherapeuten!

 

 

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